Cloud

Cloud Computing

Cloud ist ein sehr umfangreicher Begriff und jeder hat eine Vorstellung davon, was darunter zu verstehen ist. Fakt ist, heutzutage nutzen wir alle in irgendeiner Form bereits die Cloud. Sei es direkt, z.B. durch die Sicherung und Synchronisation des eigenen Smartphones in die „Wolke“ oder indirekt, durch die Speicherung von personenbezogenen Daten bei der Bestellung in einem Internet-Verkaufshaus. Die gesamte moderne Welt würde ohne das Cloud Computing zusammenbrechen, dies ist leider auch eine Tatsache, umso wichtiger ist es sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, besonders als Unternehmer - geht man in die Cloud oder nicht und wenn ja, ganz oder nur teilweise? Was bringt es an Vorteilen mit sich, welche Nachteile entstehen, gibt es Einsparungen oder steigen die IT-Ausgaben und sind meine Daten sicher?

Was ist Cloud Computing?

Wikipedia schreibt dazu: „Unter Cloud Computing (deutsch Rechnerwolke) versteht man die Ausführung von Programmen, die nicht auf dem lokalen Rechner installiert sind, sondern auf einem anderen Rechner, der aus der Ferne aufgerufen wird (bspw. über das Internet). Technischer formuliert umschreibt das Cloud Computing den Ansatz, IT-Infrastrukturen (z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher, Netzkapazitäten oder auch fertige Software) über ein Netz zur Verfügung zu stellen, ohne dass diese auf dem lokalen Rechner installiert sein müssen.“

Kurzum: Am anderen Ende Ihrer Internetanbindung steht ein Rechnersystem, auf dem Sie Ihre Daten ablegen und auf Anwendungen und sonstige Service-Leistungen zugreifen können.

Vorteile durch die Cloud

Sie haben keinen administrativen Aufwand mehr, keinerlei Wartungskosten oder Verwaltungsaufwendungen sind erforderlich. Die bereitgestellten Anwendungen und Service-Leistungen stehen Ihnen weltweit zur Verfügung, dazu ist lediglich ein Gerät mit bestehender Internetanbindung erforderlich. Auch ist der Datenspeicher nicht begrenzt, es steht nahezu ein unbegrenzter Platz zur Verfügung. Benötigte Ressourcen können je nach Bedarf gebucht und so dynamisch an die jeweiligen Anforderungen abgestimmt werden - „Bezahlung nach Nutzung“. Ein weiterer Vorteil entsteht für unsere Umwelt, insbesonders durch die Energieeinsparungen, da große, zentrale Rechenzentren effizienter betrieben werden können und deren Auslastung konstanter ist als bei einem lokalen Netzwerk, bei dem die Ressourcen oft zu 90% nicht genutzt werden – dies steht im genauen Gegensatz zu den großen Rechenzentren, bei denen eine Auslastung von 90% erreicht wird.

Nachteile durch die Cloud

Der Autor dieses Artikels pflegt immer humorvoll zu sagen, auf das Wort „Cloud“ reimt sich das Wort „klaut“. Es geht also um das Thema Sicherheit und Industriespionage, wo liegen die Unternehmens-Daten, wo liegt das Know-How, die Kompetenz des Unternehmens. Hierbei muss man wissen, dass es eine hundertprozentige Sicherheit leider nicht gibt. Hiervon sind gerade auch Großanbieter betroffen, bei denen sich aufgrund der Vielzahl der gespeicherten Daten ein Cyberangriff für die Hacker mehr lohnt, als bei einem kleineren Unternehmen. Die junge Vergangenheit zeigt es auf: als Beispiel seien die durchgeführten Hacks bei Heartland Payment Systems, Sony Playstation Network, Livingsocial.com, Adobe Systems, Ebay Inc., J.P. Morgan Chase, Google Stagefright, Apple Store und Securus Technologies zu nennen.

Auch ist die Abhängigkeit an den Cloud-Anbieter ein großer Nachteil. Je mehr Geschäftsprozesse in die Cloud verlagert werden, desto größer ist auch das Risiko welches man als Unternehmer eingeht. Was ist wenn der jeweilige Hoster insolvent geht oder mit einem anderen Unternehmen fusioniert, was geschieht dann mit den eigenen Daten? Kommt man schnell und einfach an die Rohdaten heran? Besteht die Möglichkeit die Daten schnell zurückzuholen, z.B. durch das Anfahren mittels PKW zu einem Standort des Cloud-Anbieters, mit der Möglichkeit die Daten direkt auf eine externe Festplatte zu sichern?

Letzteres ist im Übrigen auch ein wichtiges Kriterium, wenn Sie sich für eine Datensicherung in die Cloud entscheiden. Bei einem sogenannten Desaster Recovery - der Wiederherstellung im Notfall - müssen Sie sehr schnell an Ihre gesamten Daten kommen, um die Ausfallzeit so gering wie möglich zu halten. Eine Rücksicherung der Daten über eine Internetleitung wird nur in den seltensten Fällen ausreichend schnell sein.

Bedenken Sie auch, dass Sie auf viele Daten erst zugreifen können, wenn Sie im Besitz der nötigen Software sind. Weiterhin ist ein Wechsel zu einem anderen Cloud-Anbieter kein einfaches Unterfangen. Zunächst einmal ist es nicht im Interesse des Anbieters einen bequemen oder gar automatischen Umzug anzubieten und dann stellt sich noch die Frage, ob die jeweiligen Unternehmen untereinander kompatibel sind, gibt es einen gemeinsamen Standard? Diese Punkte setzen Sie in eine ungünstige Verhandlungsposition, wenn es darum geht die Konditionen bei einer Verlängerung der Verträge neu zu verhandeln.

Das Risiko eines Betriebsausfalls, ganz oder teilweise, je nachdem wie viele Geschäftsprozesse ins Internet verlagert werden, wird auf einen fehlerfreien Internetzugang konzentriert(!). Besteht keine Internetverbindung mehr ist der Ärger groß. Hierbei ist es nebensächlich, ob Ihre eigene Internetverbindung gestört ist oder ob es an einer Unterbrechung im jeweiligen Rechenzentrum liegt. Der eine sagt, dass dies bei einem größeren Rechenzentrum eher unwahrscheinlich ist und ein anderer vertritt die Meinung, dass dies aufgrund der deutlich komplexeren Netzwerkinfrastrukturen eher ein höheres Risiko darstellt, als bei einem lokalen Netzwerk. Diverse Cloud-Ausfälle in junger Vergangenheit untermauern diese Aussage, im nachstehenden Link finden Sie einige Beispiele dazu hier.

Die Größe eines Anbieters garantiert Ihnen also noch lange nicht einen störungsfreien und vor Datenverlust gesicherten Betrieb.

Neben der Sicherheitsfrage beim Thema Cloud-Computing ist vor allen Dingen das Thema Datenschutz ein sehr wichtiger Aspekt für ein deutsches Unternehmen. Die Daten unterliegen grundsätzlich den deutschen Datenschutzrichtlinien. Personenbezogene Daten müssen rechtskonform nach dem Bundesdatenschutzgesetz behandelt und gespeichert werden. Dies ist bei einem lokalen Netzwerk noch einfach festzustellen und zu kontrollieren, bei einem Cloud-Anbieter wird es jedoch schon schwieriger herauszufinden, wo die Daten eigentlich genau liegen. Welche Sicherheitsstandards bietet das Unternehmen um den Datenschutz zu gewährleisten?

Einige Staaten behalten sich weitreichende Zugriffsrechte auf alle Daten vor, wie z.B. die USA. Diese Zugriffsrechte stehen jedoch im krassen Gegensatz zu den strengen Auflagen des Datenschutzes in Deutschland und in der EU. Welche Bestimmungen gelten, ist also abhängig vom Serverstandort, daher ist es wichtig als Unternehmer darauf zu achten, sich einen Cloud-Dienstleister mit einem Serverstandort innerhalb der EU zu suchen.

Welche Cloud-Dienste gibt es bei der GEDAKO?

Housing: Physikalische Hardware, z.B. Server und Storagesysteme, werden im Rechenzentrum des Cloud-Anbieters oder ISP (Internet Service Provider) an die dortige Infrastruktur und an das Internet angebunden. Die Administration wird entweder direkt durch den Besitzer des Servers vorgenommen oder durch den Betreiber des Rechenzentrums, bzw. durch einen externen Systemadministrator. Die Rechenzentren der Cloud-Anbieter sind bestmöglich an das Internet angebunden und garantieren eine hohe und performante Verfügbarkeit der gehosteten Hardware. Die Systeme selber sind in den klimatisierten, videoüberwachten und durch Zutrittskontrollen gesicherten Räumen des RZ-Betreibers untergebracht. Je nach Qualität des Anbieters sind es Hochsicherheitsbereiche, mit Gaslöschanlagen und redundanten Notstromsystemen.

IaaS - Infrastructure as a Service: Entgegen dem klassischen Kauf bzw. Betrieb einer eigenen Rechnerinfrastruktur, können Sie über IaaS Ihre gesamte Rechenzentrumsinfrastruktur mieten. Sie zahlen hierbei lediglich für das was Sie wirklich nutzen: Prozessor-Kerne, RAM-Speicher, Festplattenspeicher, Datentransfer und ggf. Lizenzen. Der IaaS-Anbieter übernimmt die Verantwortung für die Hardware, führt alle Wartungen durch und sorgt dafür, dass die Server einwandfrei und stabil funktionieren. Die Betriebsführung obliegt jedoch in der Regel dem Mieter, der seine Plattform und die jeweiligen Betriebssysteme und Anwendungen selbst verwalten muss.

SaaS – Software as a Service: Bei diesem Geschäftsmodell werden komplett anpassbare Softwareanwendungen zur Verfügung gestellt (nur die Software, keine Hardware). Über ein Netzwerk können die User gleichzeitig auf Anwendungen zugreifen ohne dies zu bemerken oder sich gegenseitig zu beeinflussen. Der SaaS - Anbieter übernimmt die komplette Administration und weitere Dienstleistungen wie Wartungsarbeiten und Updates.

Als weitere Cloud-Dienste bieten wir ein Backup in die Cloud für Server und Endgeräte und Monitoring Ihrer gesamten EDV an.

Die GEDAKO und Cloud

Zusammen mit unseren Cloud-Partnern bieten wir die für Sie optimale Cloud-Lösung an. Zunächst einmal stellen wir mit Ihnen gemeinsam fest, ob es Sinn macht nur gewisse Anwendungen in die Cloud zu verlagern oder vielleicht sogar komplett in die Cloud zu wechseln oder aber keines von beidem und Sie betreiben weiterhin Ihren eigenen Serverraum, den wir für Sie warten und betreuen.

Wir unterstützen Sie beim Umzug in die Cloud oder übernehmen diesen Vorgang für Sie komplett als Dienstleistung. Grundsätzlich können wir garantieren, dass die Rechenzentren unserer Partner in Deutschland stehen, der Firmensitz des Cloud-Anbieters in Deutschland ist und die Verträge nach deutschem Recht geschlossen werden.

Beim Housing besteht die Möglichkeit einzelne Höheneinheiten oder auch komplette Racks anzumieten. Bereits vorhandene Server oder neue, individuelle Serverkonfigurationen können so in einer sicheren Umgebung betrieben werden. Die Hardware- und Softwareverwaltung können wir hierbei für Sie übernehmen, wie gewohnt bleiben wir Ihr Ansprechpartner in allen Belangen. Server-Hardware kann auch gemietet werden. Gemietete Server beinhalten einen Service mit einer Reaktionszeit von 60 Minuten (während der Geschäftszeiten, ansonsten 4 Stunden).

IaaS - Virtualisierte Server sind in Ihrer Leistung frei wählbar. Sie können auch später dynamisch angepasst und so optimal an den jeweiligen Bedarf abgestimmt werden. Virtuelle Server sind günstiger als physische Server Hardware. Die GEDAKO stellt hierbei über ihre Cloud-Partner die virtualisierten Server hochverfügbar bereit und übernimmt deren Verwaltung, ebenso die Administration des Betriebssystems und der eingesetzten Applikationen, sofern es sich um Standard-Software handelt, wie z.B. Microsoft Office.

Im Bereich SaaS können Sie bei uns einzelne Software-Produkte als einzelne Anwendungen buchen. Die Administration von Hardware und Betriebssystemen entfällt hierbei ersatzlos. Die jeweiligen Anwendungen werden auf einem aktuellen Stand gehalten und die Anzahl der gebuchten Lizenzen kann monatlich angepasst werden. Aktuell beschränkt sich unser Angebot auf die Produkte der Firma Microsoft und Adobe.